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Weitere Informationen zum ökologischen Fußabdruck (z.B. Berechnung des eigenen Fußabdrucks): www.globalfoot
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Ökologischer Fußabdruck

"Der ökologische Fußabdruck misst den jährlichen Konsum von natürlichen Ressourcen durch die Menschheit. Der ökologische Fußabdruck der Bevölkerung eines Landes umfasst die gesamte biologisch produktive Fläche an Land oder im Meer, die benötigt wird, um alle Lebensmittel inklusive Fleisch, Meeresfrüchte, Holz oder Textilien herzustellen, die Energieversorgung zu gewährleisten und Infrastruktur zu errichten." aus: Living Planet Report 2007

Errechnet man den Ressourcenverbrauch der Menschheit (also deren „ökologischen Fußabdruck") und stellt ihn den zur Verfügung stehenden natürlichen Ressourcen (Biokapazität) gegenüber, erhält man eine Art Bilanz, die den Grad der ökologischen Nachhaltigkeit verdeutlicht. Dies entspricht knapp zwei Fußballfeldern.

Die Biokapazität wird dabei in globalen Hektar (gha) ausgedrückt. Die weltweit nutzbare Land- und Wasserfläche beträgt zurzeit ca. 11,2 Milliarden gha (etwa ein Viertel der Erdoberfläche), bei 6,4 Milliarden Menschen also ca. 1,8 gha pro Person.

Verbrauchen die Menschen im Durchschnitt weniger als 1,8 gha, bleiben Biokapazitäten übrig. Verbrauchen sie jedoch mehr, werden die natürlichen erneuerbaren Ressourcen der Erde schneller aufgebraucht, als sie sich regenerieren können. Nachhaltigkeit ist dann nicht mehr gegeben, die Menschheit lebt auf Kosten ihrer Nachfahren, sie häuft praktisch „ökologische Schulden" an.

Globale Footprint-Bilanz (globale ha pro Person)
Meschliche Nachfrage (Footprint)    Ökologisches Angebot (Biokapazität)  
 Ackerbau 0,49  Ackerland 0,53
 Viehzuch 0,14  Weideflächen 0,27
 Fischfang 0,15  Fischfang-Gebiete 0,14
 Nutz- und Brennholzproduktion 0,23  Wald 0,78
 CO2-Absorption 1,14  (auch Wald)  
 Wohngebiete & Infrastruktur 0,08  Siedlungsfläche 0,08
 Globale Nachfrage 2,2  Globales Angebot 1,8

Datenbasis 2003, Quelle: Footprint – Große Ansprüche an einen kleinen Planeten, DVD des Global Footprint Network

 

Aus dieser Bilanz wird deutlich, dass der Footprint 2003 die Biokapazität bereits um 25% überschritten hat. Um auf diesem Niveau weiter zu leben, würden folglich bereits 1,2 Planeten benötigt.
Die Entwicklung ist rasant: 1960 benötigte die Menschheit ungefähr eine halbe Erde, heute 1,2. Läuft die Entwicklung weiter wie bisher („moderate business as usual“), werden 2050 1,8 Planeten benötigt. Durch eine langsame Veränderung („slow shift“, 50%ige CO2-Einsparung bis 2100, stärkerer Schutz biologisch-nutzbarer Flächen31) könnte der aktuelle Stand bis 2050 leicht gesenkt werden und ca. 2080 wieder den Wert 1,0 erreichen. Durch eine schnelle Veränderung („rapid reduction“, 50%ige CO2-Einsparung bis 2050, Anwachsen der bio-effektiven Fläche um 30% bis 2100, effizientere Technologien32) könnte dieser Wert bereits um 2040 erreicht werden.

Das Instrument „ökologischer Fußabdruck“ bietet vielfältige Möglichkeiten. Jede Nation, jedes Unternehmen, jede Stadt und jeder Mensch kann den eigenen Fußabdruck berechnen und eigene Wege finden, diesen zu senken. Im Projekt "Product Carbon Footprint" versuchen einige Unternehmen, den CO2-Fußabdruck einzelner Produkte zu ermitteln. Mittelfristig könnte so ein Label enstehen, dass klimafreundliche Kaufentscheidungen ermöglicht.

Selbstverständlich kann ein Modell wie der ökologische Fußabdruck die Realität nicht vollständig abbilden, z.B. ist es unmöglich, den Ressourcenverbrauch der Welt vollkommen genau zu ermitteln oder abzuschätzen, wie viele Hektar Fläche zu deren Produktion genau genutzt werden. Das durch das Global Footprint Network standardisierte Verfahren bietet jedoch nicht nur auf den ersten Blick überzeugende Argumente für eine nachhaltige(re) Entwicklung, sondern scheint auch ein wissenschaftlicher Meilenstein auf dem Weg dorthin zu sein.

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